Henk Wolf

Zusammenkunft der Friesen auf Amrum

„Tuhuupe“ (Zusammen) hieß das friesische Motto der dreitägigen Konferenz des Friesenrates auf Amrum und so kam zusammen, wer zusammen kommen wollte. 70 Interessierte aus West-, Ost- und Tuhuupe 2Nordfriesland, Studierende und Professoren, Insulaner und Festländer, Lehrer und Medienvertreter sowie viele andere machten sich in verschiedenen „werksteeden“ daran, die Stellung und Entwicklung der friesischen Sprache und Kultur in unserer Gesellschaft zu beleuchten. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vernetzung der einzelnen Institutionen war die Erarbeitung einer Resolution erklärtes Ziel dieser Veranstaltung, die in ähnlicher Form vor vier Jahren ebenfalls auf Amrum stattgefunden hatte.

Mit dem Ohr an der Basis wurden auf der Klausurtagung in den Bereichen Bildung, Medien, Kunst, Sprache und Politik friesische Forderungen formuliert und in einer Resolution festgehalten. Diese dient als Verhandlungsbasis für Gespräche mit verantwortlichen Politikern. In den einzelnen Gruppen wurde lebhaft über Möglichkeiten diskutiert, wie man das Friesische besser sichtbar machen und das friesische Selbstbewusstsein stärken könne.

Es wurden Ideen geboren wie die Veranstaltung eines (inter-)friesischen Poetry Slams, eine Sprachenkampagne, die Erstellung professionellen Schulmaterials, das bessere Auftreten in den neuen Medien, sowie eine bessere Koordination von Internetauftritten und interaktiven Möglichkeiten des Internets. Vielleicht könne man sogar zu einem Leuchtturmprojekt für moderne Minderheitendarstellung werden, wurde ehrgeizig formuliert.

Das Bundesministerium für Kultur und Medien hat die Tagung gefördert und mit dem Tagungsort Amrum war eine gute Wahl getroffen worden, wie viele Teilnehmer bestätigten. Man hatte die Jugendherberge Wittdün für sich allein, und so konnte dort gemeinsam gegessen und geschlafen, aber auch bis tief in die Nacht diskutiert und gestritten werden.

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Üüs driimerai – Ziele der friesischen Arbeit diskutiert

De dielnimmers oan de konferinsje Uüs driimerai op Oomram/Amrum

Die Friesen sollen und können mit Selbstbewusstsein Schutz und Förderung für die friesische Sprache einfordern. Dazu riefen die Sprecher der zweitägigen, vom Bundesministerium des Innern geförderten Konferenz “Üüs driimerai” des Bredstedter Nordfriisk Instituut auf. Die Vorsitzende des Instituts-Vereins Inken Völpel-Krohn und Institutsdirektor Professor Dr. Thomas Steensen konnten dazu im Hotel Hüttmann in Norddorf auf Amrum mehr als 60 Diskutanten begrüßen. Moderiert wurde die Zusammenkunft von den Institutslektorinnen Antje Arfsten und Wendy Vanselow. Vier Arbeitsgruppen betrachteten Präsenz und Perspektiven des Nordfriesischen. Diskussionsgrundlage war die vom Frasche Rädj (Interfriesischer Rat Sektion Nord) herausgegebene Schrift “Modell Nordfriesland”. Sie geht auf eine Initiative des Landespolitikers Kurt Hamer zurück. Gemeinsam mit den Friesen müssen Politik und Gesellschaft in Schleswig-Holstein dafür sorgen, so formulierte er, dass “Friesen tatsächlich in ihrer Heimat Nordfriesland Friesen sein und bleiben können”.

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